Wie können wir den Ton hinter dem Lautsprecher hören?

Das Hören von Schall hinter einem Lautsprecher ist ein Phänomen, das als Rückwellenstrahlung oder Rückwellenstrahlung bezeichnet wird. Dies ist auf das Design und die Konstruktion des Lautsprechergehäuses sowie auf die Wechselwirkung zwischen den vom Lautsprecher erzeugten Vorder- und Hinterwellen zurückzuführen. Hier ist eine detaillierte Erklärung, wie wir Schall hinter einem Lautsprecher hören können:

  1. Lautsprecherdesign:
    • Lautsprecher dienen dazu, elektrische Signale in hörbare Schallwellen umzuwandeln. Sie bestehen aus einer Membran (oder einem Konus), einer an der Membran befestigten Schwingspule, einem Magneten und einem starren Gehäuse. Wenn ein elektrisches Signal durch die Schwingspule geleitet wird, interagiert es mit dem vom Magneten erzeugten Magnetfeld, wodurch die Membran vibriert.
  2. Frontwelle:
    • Die Vibrationen des Zwerchfells erzeugen Kompressionen und Verdünnungen in der Luft und erzeugen Schallwellen, die als Frontwelle bekannt sind. Die vordere Welle breitet sich vom Lautsprecher weg aus und ist der beabsichtigte Klang, den die Zuhörer hören sollen.
  3. Zurückwinken:
    • Während die Membran vibriert, drückt sie gleichzeitig auch gegen die Luft im Lautsprechergehäuse. Dieser Vorgang erzeugt einen zweiten Satz Schallwellen, die sogenannte Rückwelle. Die Rückwelle wandert in das Gehäuse und kann in manchen Fällen zur Rückseite des Lautsprechers geleitet werden.
  4. Gehäusedesign:
    • Das Gehäuse spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Richtung und des Verhaltens der Rückwelle. Verschiedene Arten von Gehäusen, wie zum Beispiel versiegelte Gehäuse, Gehäuse mit Öffnungen oder Designs mit offener Schallwand, können die Wechselwirkung zwischen den vorderen und hinteren Wellen beeinflussen.
  5. Portierte Gehäuse:
    • In Gehäusen mit Ports ist eine spezielle Öffnung oder Port dafür vorgesehen, dass die Rückwelle entweichen kann. Dies kann dazu führen, dass der Klang hinter dem Lautsprecher wahrgenommen wird, insbesondere wenn sich der Zuhörer nahe an der Rückseite des Lautsprechers befindet.
  6. Reflexionen und Beugungen:
    • Die Oberflächen und Materialien rund um den Lautsprecher können das Verhalten der Rückwelle beeinflussen. Reflexionen und Beugungen der Rückwelle an nahegelegenen Oberflächen können zur Schallwahrnehmung hinter dem Lautsprecher beitragen.
  7. Interferenzmuster:
    • Interferenzen zwischen den vorderen und hinteren Wellen können komplexe Verstärkungs- und Aufhebungsmuster erzeugen. Diese Interferenzen können das Schallfeld um den Lautsprecher herum beeinflussen und je nach Position des Zuhörers zu unterschiedlichen wahrgenommenen Klängen führen.
  8. Entfernung und Positionierung:
    • Der Abstand zwischen Zuhörer und Lautsprecher sowie die Position des Zuhörers relativ zum Lautsprecher beeinflussen die Wahrnehmung der Rückwelle. Der Effekt kann in unmittelbarer Nähe zur Rückseite des Lautsprechers stärker spürbar sein.
  9. Raumakustik:
    • Auch die akustischen Eigenschaften des Raumes, darunter seine Größe, Form und das Vorhandensein reflektierender Oberflächen, tragen zur Wahrnehmung des Schalls hinter dem Lautsprecher bei. Die Raumakustik kann die Auswirkungen der Rückwellenstrahlung verstärken oder abschwächen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hören von Schall hinter einem Lautsprecher das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen den vom Lautsprecher erzeugten vorderen und hinteren Wellen ist. Das Design des Lautsprechergehäuses, das Vorhandensein von Anschlüssen und die umgebende akustische Umgebung tragen alle zu den komplexen Mustern der Schallabstrahlung bei, die der Hörer hinter dem Lautsprecher wahrnehmen kann.

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