Warum klingen alte Röhrenverstärker im Vergleich zu modernen Transistor-FET-Verstärkern so satt?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Röhrenverstärker erzeugen gleichmäßigere Oberwellen als Festkörperverstärker. Halbleiterverstärker hingegen sind reich an Oberwellen ungerader Ordnung. Aus irgendeinem evolutionären Grund ist unser Gehirn so verdrahtet, dass Harmonische gerader Ordnung angenehmer und wärmer sind als Harmonische ungerader Ordnung. Es ist etwas, auf das unser Körper biologisch eingestellt ist, daher ist es unmöglich, es zu ändern.
  • Ein weiterer Grund ist die Art und Weise, wie sie abgeschnitten sind. Wenn übersteuerte Röhrenverstärker sanft abgeschnitten werden, klingt das für unsere Ohren ziemlich sanft und beruhigend. Wenn Festkörperverstärker hingegen übersteuert werden, werden sie hart getrimmt, was einer harten Rechteckwellenbeschneidung entspricht. Es ist rau und die Qualität des Gitters klingt für unsere Ohren unattraktiv.
  • Ein weiterer Grund ist die wohlklingende Verzerrung. Hierbei handelt es sich um Verzerrungen, die bei einigen nichtlinearen Prozessen auftreten und für das menschliche Ohr angenehm oder musikalisch nützlich klingen. Bei Röhrenverstärkern ist es aus irgendeinem Grund die Verzerrung der dritten Harmonischen, die für unsere Ohren angenehm klingt. Dies gibt uns wiederum das Gefühl, dass Röhrenverstärker wärmer und satter klingen.

 

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